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Lüftungen und Zubehör

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Schornstein-FAQ

(Häufig gestellte Fragen)

Die folgende FAQ soll Ihnen helfen, Probleme schnell zu lösen. Sie beinhaltet die am häufigsten gestellten Fragen.

Fragen zum Aufbau:

  1. Wann benötige ich einen Konsolzylinder (Kondensatauffangschale) ?

  2. Warum gibt es überhaupt Konsolzylinder ?

  3. Ich habe vergessen, einen Konsolzylinder einzubauen, obwohl der Schornsteinfegermeister es nun von mir verlangt. Der Schornstein steht schon...Was mache ich jetzt ?

  4. Was muß ich unbedingt beachten beim Einbau der Anschlüsse ?

  5. Wie muß der Putztüranschlussrahmen stehen, nach oben oder nach unten geneigt ?

  6. Wie groß muß der Spalt in den Deckendurchgängen mindestens sein ?

  7. Darf ich am Schornstein bohren oder Stemmarbeiten ausführen ?

  8. Wann benötige ich einen Putztüranschluss im Dachbereich ?

  9. Ich möchte einen Schornstein für z. B. einen Außenkamin an der Außenwand aufbauen. Wie muß ich diesen
    Schornstein an der Wand befestigen ?

  10. Mein Schornsteinkopf steht zu weit aus dem Dach. Was muß ich machen um ihn standsicher zu befestigen ?

  11. Wo ist beim Innenrohr "oben" und wo "unten" ?

Fragen zum System / Schornstein:

  1. Welchen Mantelstein nehme ich, wenn ich eine Abgasleitung eines anderen
    Herstellers zusammen mit einem FUMDS-Schornstein einbauen möchte (kombiniert) ?

  2. Ist bei einer Schrägführung die Feuchteunempfindlichkeit noch gegeben ?

  3. Wann erfüllt ein Schacht die F90 und was ist die "F90" ?

  4. Welchen Mindestabstand muß ich zu brennbaren Baustoffen (Dachlatten / Balken usw.) einhalten ?

  5. Was ist der Unterschied zwischen Ihrem FUMDS- und dem MDS-System ?

  6. Wieviel größer sind Ihre Fertigköpfe und Abdeckplatten im Vergleich zu den passenden Mantelsteinen ?

  7. Was muß ich beachten, wenn ich die Maße für einen Fertigkopf aufnehme ?

  8. Ich kann in Ihren Unterlagen keine Zulassung für den R16/R20 Schornstein finden. Wo ist sie ?

  9. Wo steht in der Zulassung, daß alle Feuerungsarten beim MDS/ FUMDS-System zugelassen sind ?

  10. Wie genau sind Bemessungsdiagramme zur Querschnittsbemessung?

  11. Wie groß darf der Abstand zwischen zwei Einspannungen sein ?

Fragen zum Aufbau:

  1. Wann benötige ich einen Konsolzylinder (Kondensatauffangschale) ? - UND - 2. Warum gibt es überhaupt Konsolzylinder ?

Sie benötigen immer dann einen Konsolzylinder, wenn Sie ein Heizgerät anschließen, das Kondensat in größeren Mengen verursacht. Dieses Kondensat fällt z.B. immer dann an, wenn die Abgastemperatur innerhalb des Schornsteins unterhalb der Wasserdampftaupunkttemperatur fällt. Dieser Fall tritt bei allen Brennwertkesseln auf. Auch viele andere Heizgeräte erzeugen große Mengen an Kondensat. Die Menge kann bis zu 2 Liter pro Stunde betragen ! Der Konsolzylinder sorgt dafür, daß das Kondensat aus dem Schornstein ablaufen kann.

Bei festen Brennstoffen wird i. d. Regel kein Konsolzylinder benötigt ! Hier sind die Temperaturen so hoch, daß die Taupunkttemperatur nicht unterschritten wird. Eine Berechnung des Schornsteinquerschnittes gibt Aufschluß über die Temperatur im Mündungsbereich des Schornsteines. So kann man bereits vor dem Aufbau entscheiden, ob ein Konsolzylinder benötigt wird oder nicht.

  3.Ich habe vergessen, einen Konsolzylinder einzubauen, obwohl der Schornsteinfegermeister es nun von mir verlangt. Der Schornstein steht schon...Was mache ich jetzt ?

Es gibt eine letzte Möglichkeit, einen "Notablauf" einzubauen:
Füllen Sie in den unteren PA ca 2 cm hoch Säurekitt ein und lassen Sie diesen abbinden. Dann bohren Sie ein Loch direkt über diese Schicht in den PA.
Durch dieses Loch wird ein 1" (25mm) V4A-Röhrchen gesteckt und mit Kitt befestigt und abgedichtet. Fertig ist Ihr Notablauf. Dieses Verfahren muß sehr sorgfältig durchgeführt werden, damit der PA nicht reißt. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Schornsteinfegermeister. Er muß mit diesem Ablauf einverstanden sein ! Die Gewährleistung von unserer Seite bei Feuchteschäden im Sockelbereich entfällt natürlich. Deshalb ist dieses Verfahren nicht als Ersatz für einen echten Konsolzylinder zu empfehlen. Sie sparen sich dadurch aber den Abriß des Schornsteins um einen Ablauf einzubauen..

  4. Was muß ich unbedingt beachten beim Einbau der Anschlüsse ?

Achten Sie immer darauf, daß die Anschlüsse nicht fest eingespannt sind. Rund um den Stutzen muß noch eine Dehnfuge vorhanden sein, die mit Dämmwolle ausgestopft wird. Beim Verputzen muß diese Fuge ebenfalls offenbleiben ! Wenn diese Vorschrift nicht eingehalten wird, besteht die Gefahr eines Spannungsrisses in der Rohrsäule als Folge der Wärmedehnung beim Anheizen.

  5. Wie muß der Putztüranschlussrahmen stehen, nach oben oder nach unten geneigt ?

Der Rahmen eines PA muß immer nach oben zeigen ! Auf diese Weise kann anfallendes Kondensat nicht aus der Reinigungstür auslaufen.
Ein nach oben zeigender PA-Rahmen ist immer ein sicheres Zeichen, daß die Rohrsäule richtig herum eingebaut wurde: Mit der äußeren Falz nach oben. Es ist also eine gute Kontrolle, immer auf die richtige Orientierung des Rahmens zu achten.

  6. Wie groß muß der Spalt in den Deckdurchgängen mindestens sein ?

Man glaubt es kaum, aber für die Spaltbreite im Deckendurchgang gibt es in Deutschland keine Regel oder Vorschrift (noch nicht). Wir empfehlen hier 2-3 cm zu nehmen und den Luftspalt mit Dämmwolle zu schließen. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem zuständigen Schornsteinfegermeister, da nicht alle mit 3 cm einverstanden sind, wie die Praxis bisher gezeigt hat.

  7. Darf ich am Schornstein bohren oder Stemmarbeiten ausführen ?

Alle den ordnungsgemäßen Zustand des Schornsteins beeinträchtigenden Arbeiten sind unzulässig. Das Schneiden der Mantelsteine zum Zwecke des Einbaus der Anschlüsse ist jedoch erlaubt. Bohren des Mantelsteins zum Zwecke des Anbringens einer Verkleidung oder eines Brandschutzes ist auch erlaubt. Nicht erlaubt ist jedoch das Aufstemmen eines Mantelsteines um Platz für einen Dachträger zu schaffen. In diesem Fall müssen Sie den Träger umlegen.

  8. Wann benötige ich einen Putztüranschluss im Dachbereich ?

Den benötigen Sie nur dann, wenn der Schornsteinfeger bei Ihnen keine Möglichkeit hat, den Schornstein durch den Schacht zu inspizieren. Wenn Sie z.B. kein Dachfenster und auch keine Tritte auf dem Dach haben. In diesem Fall kann man direkt unter der Dachhaut einen zweiten PA einbauen, durch den Reinigungsarbeiten ausgeführt werden können.
ACHTUNG: In einigen Bundesländern muß nach Bauordnung der Schornstein von der Mündung aus gereinigt werden können. Sprechen Sie deshalb auch über den Zugang zur Mündung mit Ihrem Schornsteinfeger.

  9. Ich möchte einen Schornstein für z. B. einen Außenkamin an der Außenwand aufbauen. Wie muß ich diesen Schornstein an der Wand befestigen ?

Der Schornstein darf nie fest mit einer Wand verbunden werden. Einen Außenschornstein verbindet man am besten mit Bandstahlstreifen an der Wand. Es muß aber in jedem Fall eine Längsausdehnung gewährleistet sein.

  10. Mein Schornsteinkopf steht zu weit aus dem Dach. Was muß ich machen um ihn standsicher zu befestigen ?

1) Sie können in die Eckzellen unser Aussteifungsset einsetzen. Siehe auch die Seite des Aussteifungssets.

2) Sie können mit Winkelstahl eine Einfassung an den Kopf anbringen. Das geht auch nachträglich.

Grafiken zu diesen beiden Lösungen finden Sie unter konstruktive Lösungen

  11. Wo ist beim Innenrohr "oben" und wo "unten" ?

Die Oberseite des Innenrohres ist da, wo die äußere Falz (oder auch die "Nut") ist. Die Unterseite ist da, wo die innere Falz (oder auch die "Feder") ist. Wenn also die äußere Falz nach oben zeigt, ist Ihre Rohrsäule richtig eingebaut.

Fragen zum System / Schornstein:

  1.Welchen Mantelstein nehme ich, wenn ich eine Abgasleitung eines anderen
Herstellers zusammen mit einem FUMDS-Schornstein einbauen möchte (kombiniert) ?

Wenn Sie einen 20cm oder 18cm Schamottezug benötigen bietet sich der 20/12AL an. Dieser hat einen 20cm oder 18cm Zug mit Schamotterohr und Dämmung und einen leeren Schacht mit 23 cm Durchmesser für die Aufnahme einer Abgasleitung. Der leere Schacht erfüllt die F90.

  2. Ist bei einer Schrägführung die Feuchteunempfindlichkeit noch gegeben ?

Nein, denn durch die Schrägführung werden zusätzliche offene Fugen in das System eingebracht. Durch diese Fugen kann das Kondensat die Rohrsäule verlassen und Durchfeuchtungsschäden anrichten. An schräggeführten Schornsteinen des Typs MDS / FUMDS dürfen deshalb nur Heizgeräte betrieben werden, bei denen keine Feuchteunempfindlichkeit des Schornsteins erforderlich ist.

  3. Wann erfüllt ein Schacht die F90 und was ist die "F90" ?

Die sogenannte F90 ist eine Vorschrift, die die Feuerfestigkeit von Schächten regelt. Wenn ein Schacht die F90 erfüllt, dann heißt das, daß dieser Schacht mindestens 90 Minuten standsicher sein muß bei Feuereinwirkung von außen. Entsprechend ist die F30 zu bewerten: 30 Minuten Feuerfestigkeit.
- Schächte aus Leichtbeton mit einer Wandstärke von 50mm erfüllen die F90.
- Abgasleitungen müssen in einen F90-Schacht eingebaut werden. Die meisten Mantelsteine aus dem MDS-System haben nur 40 mm ! Sie können deshalb nicht jeden beliebigen Mantelstein als Schacht für eine Abgasleitung benutzen ! (Sehen Sie hierzu auch Punkt 1). Ausnahme: Bei Gebäuden geringer Höhe (nicht höher als zwei Vollgeschosse) ist ein F30-Schacht ausreichend.

  4. Welchen Mindestabstand muß ich zu brennbaren Baustoffen (Dachlatten / Balken usw.) einhalten ?

- Nach DIN 18160 Teil 1 müssen zwischen Schornstein und großflächig angrenzende brennbare Bauteile mindestens 5 cm einhalten.Der Zwischenraum muß dauernd gut belüftet sein. Das gilt nicht für Tapeten.
- Holzbalken und andere streifenförmig anliegende brennbare Stoffe müssen ebenfalls einen Mindestabstand von 5 cm haben. Wenn der Zwischenraum dauernd gut belüftet ist reichen hier auch 2 cm aus.
- Für schmale Teile wie Fußleisten und Fußböden muß kein Mindestabstand eingehalten werden.
- Brennbare Baustoffe und Möbel müssen von den Reinigungstüren einen Abstand von mindestens 40cm haben. Bei Schutz gegen Wärmestrahlung genügen schon 20cm.
- Die Schornsteinmündung muß ungeschützte Bauteile aus brennbaren Stoffen um mindestens 1 m überragen oder waagerecht gemessen einen Abstand von 150cm haben.
- Schornsteine in Gebäuden mit weicher Bedachung (Reetdach z.B.)müssen im First oder in unmittelbarer Nähe von diesem austreten und 80 cm überragen.

  5. Was ist der Unterschied zwischen Ihrem FUMDS- und dem MDS-System ?

Es sind beide dreischalige Systeme, also mit Mantelstein, Dämmschalen und Schamotteinnenrohr. Der Unterschied liegt einzig und alleine im Konsolzylinder. Da das MDS-System nicht feuchteunempfindlich ist, hat es keinen Konsolzylinder. Das FUMDS-System hat einen solchen. Das FUMDS-System ist feuchteunempfindlich.

  6. Wieviel größer sind Ihre Fertigköpfe und Abdeckplatten im Vergleich zu den passenden Mantelsteinen ?

Fertigköpfe:

  • Fertigköpfe sind bei Glatt/Farbig und Ziegelmuster immer 9 cm größer. (umlaufend 4,5 cm)
    Schieferstruktur-Fertigköpfe können nur in Schritten von 10cm gefertigt werden, da sonst das Schieferstrukturmuster nicht mehr passt. Um jedoch immer noch 3 cm Dämmung am Kopf anbringen zu können, werden manche Fertigköpfe aufgerundet auf die nächsten 10cm.(Die Dämmung im Kopfbereich ist bei allen FU Schornsteinen Inhalt der Zulassung.)

Ein Beispiel: Wenn Sie einen Schornstein mit Außenmaß von 42 cm haben, müssen Sie 2*3cm dazu addieren für die Dämmung. Das macht dann 48cm. Ein Kopf mit 50 cm Außenmaß würde hier nicht passen, da die Schieferstrukturplatten selbst ca. 15mm stark sind. Hier müsste dann ein Kopf mit 60 cm Außenmaß gewählt werden.

Abdeckplatten:

  • Abdeckplatten und Kragplatten für Ummauerung sind immer 34 cm größer als der entsprechende Mantelstein.

  • Spezialabdeckplatten (schwere Ausführung) für Fertigköpfe in Glatt oder Ziegelmuster sind immer 11 cm größer als der Fertigkopf

  • Leichte Spezialabdeckplatten sind immer 9 cm größer als der Fertigkopf

  • Spezialabdeckplatten für Schieferköpfe sind immer 9 cm größer als der Fertigkopf

  7. Was muß ich beachten, wenn ich die Maße für einen Fertigkopf aufnehme ?

Bei einem Fertigkopf in Glatt/Farbig oder Ziegelmuster nimmt man am besten eine Wasserwaage und legt sie am Schornstein an. Jetzt mißt man an der Wasserwaage senkrecht nach unten auf die Dachhaut. Von diesem Maß zieht man 2 cm ab. Diese Vorgehensweise stellt sicher, daß Sie in 5 cm Abstand zum Schornstein die Maße ermitteln. (Die meisten Wasserwaagen sind 5 cm breit). Auf diese Weise messen Sie das Fertigmaß. Wir können natürlich auch mit dem Rohmaß (direkt am Mantelstein gemessen) arbeiten, wir müssen dann jedoch rechnerisch das Fertigmaß ermitteln. Die Praxis hat gezeigt, daß es mit Rohmassen immer wieder zu Unstimmigkeiten kommt. Um Probleme zu vermeiden bitten wir deshalb um die Angabe des Fertigmaßes.

  8. Ich kann in Ihren Unterlagen keine Zulassung für den R16/R20 Schornstein finden. Wo ist sie ?

Dieser Schornstein (Rauchzug) ist ein einschaliger Schornstein und wird gemäß DIN 18150 gefertigt. Er benötigt deshalb keine gesonderte Zulassung. Schornsteine benötigen nur dann eine Zulassung, wenn sie Eigenschaften haben, die nicht in einer Norm festgelegt wurden oder von der Norm abweichen.

  9. Wo steht in der Zulassung, daß alle Feuerungsarten beim MDS/ FUMDS-System zugelassen sind ?

Diese Frage taucht sehr oft auf. In der Zulassung steht wörtlich folgender Text:

"An die Schornsteine dürfen nur Feuerstätten, die in aller Regel keine Abgase mit höheren Temperaturen als 400°C und keine Abgase mit brennbaren (ausgenommen Ruß) oder explosionsfähigen Stoffen erzeugen, angeschlossen werden."

Das heißt im Klartext: Gas, Öl und feste Brennstoffe bis 400°C Abgastemperatur sind möglich.

  10. Wie genau sind Bemessungsdiagramme zur Querschnittsbemessung?

Bitte benutzen Sie diese Diagramme nur zur Schätzung, da diese mit bestimmten Ausgangswerten erstellt wurden und deshalb nicht in jedem Fall ein genaues Ergebnis liefern. Für eine genaue Bemessung bieten wir Ihnen unseren Berechnungsservice an. Einen Fragebogen zur Anforderung einer Berechnung finden Sie hier auf unseren Infoseiten. Die Berechnung wird kostenlos ausgeführt.

  11. Wie groß darf der Abstand zwischen zwei Einspannungen sein ?

Sie dürfen einen Schornstein höchstens 5 m ohne seitliche Abstützung aufbauen. Bei größeren Höhen müssen mindestens alle 5 m eine Abstützung gegen seitliches Ausweichen erfolgen. (DIN 18160 Teil1)

 

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